Fünfzehn Ausnahme Musikerpersönlichkeiten verbinden musikalische Leidenschaft, Interpretatorische Reife, Respekt vor den Traditionen der tschechischen Streicherschule, gemeinsame Passion für Kammermusik sowie Wissbegierde bei Entdeckung neuer Werke gepaart mit der spontanen Freude bei gemeinsamen musikalischen Erfahrungen und vor allem die Freundschaft und Kollegialität, die bereits seit den Studienzeiten und gemeinsamen Musizieren in verschiedenen Ensembles und Orchestern bestehen.

In der neuen Besetzung unter der künstlerischen Leitung des Dirigenten und Hornisten Radek Baborák spielen Prager Kammersolisten seit 2013. Die Lizenz an dem Namen „Prager Kammersolisten“ hat sich Anna Jírovcová-Anghelescu gesichert, die auch die Position der Geschäftsführerin des Orchesters bekleidet.

Prager Kammersolisten bestehen aus Solisten, Kammermusikern, Professoren der Musikalischen Akademie sowie Konzertmeistern und Mitgliedern der führenden tschechischen Orchester (u.a. der Tschechischen Philharmonie).

Nach dem Vorbild des legendären Orpheus Chamber Orchestra haben die Prager Kammersolisten ein innovatives Probensystem übernommen, bei dem die einzelnen Werke immer von einem Mitglied des Orchesters einstudiert werden. Dieses Mitglied trägt die volle Verantwortung für die Einstudierung, wählt die Phrasierung, den interpretatorischen Stil und hat auch den gesamten künstlerischen Ausdruck zu verantworten.

 Das Repertoire der Prager Kammersolisten beinhaltet alle wichtigsten Werke, die je für ein Streichorchester komponiert wurden (von Renaissance über Barock, Klassik, Romantik, Werke bis zum 20. und 21. Jahrhundert). Das Orchester arbeitet auch aktiv mit einer Reihe von Komponisten zusammen und hat zahlreiche Neukompositionen uraufgeführt.

Prager Kammersolisten – gegründet 1961 von dem Bratschisten der Prager Symphoniker Hubert Šimáček und von dem legendären Dirigenten Václav Neumann – sind das am längsten etablierte Orchester seiner Art in der Tschechischen Republik. Für die Musiker bedeutet diese Art Musik zu machen ein gewisses Gegengewicht zu dem Musizieren in den großen Symphonieorchestern. Wie man dem Namen des Orchesters entnehmen kann, treffen sich hier Musiker, die Solo-Ambitionen und Voraussetzungen für eine Solo-Karriere haben, die jedoch gleichzeitig die kompromisslosen Absichten der genialen Komponisten schätzen und sich auch von den hoch geschätzten Solisten und Dirigenten inspirieren lassen, die mit dem Orchester zusammen gearbeitet haben – darunter Geiger wie Henryk Szeryng, Josef Suk, Gideon Kremer, Václav Hudeček, Flötist Jaen-Paul Rampal, Cembalistin Zuzana Růžičková, Dirigent Libor Pešek u.w.

Nach den Gründern übernahm die künstlerische Leitung des Orchesters Václav Jírovec und später nach 2001 dann die Geiger Petr Hůla und Bohuslav Matoušek. Prager Kammersolisten gastierten in den wichtigsten Konzertsälen Europas, in Japan und Kanada sowie bei zahlreichen internationalen Festivals und haben eine respektable und hochgeschätzte Diskographie aufgebaut.

2013 feierte das Orchester in neuer Zusammensetzung und unter dem neuen künstlerischen Leiter eine Wiederaufnahme Premiere. Anlässlich des Festivals „Festtag der Musik“ wurden mit den Solisten Radek Baborák und Václav Hudeček Werke von Mendelssohn, Mozart und Grieg präsentiert.

PROGRAMMVORSCHLAG

W.A. MOZART (1756-1791)
Sinfonie Nr. 1 Es-Dur KV 16
1. Molto Allegro
2. Andante
3. Presto

Felix MENDELSOHN (1809-1847)
Lieder ohne Worte (Bearbeitung für Horn und Streichorchester – Paul Angerer)
1. Andante espressivo op. 30/1
2. Allegro non troppo op. 38/2
3. Adagio op. 53/4
4. Presto op. 85/3

Anton BRUCKNER (1824-1896)
Adagio aus dem Streichquintett F-Dur

Pause

W.A. MOZART
Hornkonzert Nr. 1 D-Dur  KV 412
1. Allegro
2. Rondo Allegro

W.A. MOZART
Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
1. Allegro moderato
2. Andante
3. Menuetto – Trio – Menuetto
4. Allegro con spirito