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NICOLAS KOECKERT, Violine

koeckertIm Jahre 1979 geboren, erobert der Geiger Nicolas Koeckert – aus einer beispiellosen Familientradition schöpfend – immer wieder die Herzen seiner Zuhörer, ob in Deutschland oder Brasilien, den beiden Ländern, wo seine elterlichen Wurzeln liegen, ob in Korea oder Russland.
In seinen Anfangsjahren unterrichtete ihn Olga Voitova, ab dem 16. Lebensjahr begann er ein Vollstudium an der Würzburger Musikhochschule bei Professor Grigori Zhislin. Vier Jahre später nahm ihn Zakhar Bron in seine Kölner Solistenschmiede auf, um ihn das Rüstzeug für die Musikerlaufbahn mitzugeben.

Nicolas Koeckerts familiäre Herkunft schuf hervorragende Voraussetzung für seine solistische Laufbahn. Sein Urgroßvater Max Modern, ein Violinist und Professor am renommierten Sternschen Konservatorium in Berlin, an dem auch Hans von Bülow, Arnold Schönberg und Claudio Arrau unterrichteten, gründete sein eigenes Konservatorium in der deutschen Hauptstadt, begeisterte sein Publikum, wo er auch auftrat, musste aber wie viele erfolgreiche jüdische Künstler 1934 sein Heimatland verlassen und nach Brasilien emigrieren. Dort lieferte er wesentliche Beiträge zur Entwicklung der klassischen Musikszene in diesem volkreichsten Land Amerikas.

Großvater Geraldo Modern, zeitlebens ein enthusiastischer Musikliebhaber mit einer Vorliebe für das Streichquartett, schenkte dem jungen Virtuosen das erste Instrument.

Nicolas Koeckerts anderer Großvater Rudolf Koeckert, aus dem Musikland Böhmen stammend, war Primarius des seinerzeit führenden gleichnamigen Quartetts und übergab 1979 diese Stelle seinem Sohn Rudolf Joachim Koeckert, dem es dann glückte, die musikalische Entwicklung seines Sohnes erfolgreich und nachhaltig zu fördern.

Zahlreiche Preise und Anerkennungen förderten bereits seinen musikalischen Aufstieg. Herausragend sind dabei der Erste Preis beim Internationalen Violinwettbewerb in Novosibirsk, als erster Deutscher der Preis beim renommierten Tchaikowsky-Violinwettbewerb in Moskau, der Kunstförderpreis des Landes Bayern und Preise sowohl beim „Montreal International Musica Competition“ als auch in St. Petersburg. Nicolas Koeckert erhielt außerdem ein Stipendium der Mozart-Gesellschaft Dortmund.

Seine zahlreichen Auftritte umspannen den Globus. In Ländern wie Deutschland, Österreich, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Russland, Usbekistan, Tschechien, Georgien, Litauen, Polen, Bulgarien, Kanada, Mexico, Brasilien, Libanon und Korea arbeitete Nicolas Koeckert unter anderem mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lawrence Foster, Jonathan Nott, Saulius Sondeckis, Asher Fish, Ari Rasilainen, Christoph Poppen, Andris Nelsons, Vjekoslav Sutej, Carlos Miguel Prieto, Theodor Guschlbauer und Wojciech Rajski.

Dabei unterstützen ihn namhafte Klangkörper. Dazu zählten das Orchestre Symphonique de Montréal, die Bamberger Symphoniker, das Russische Nationalorchester, das Münchner Kammerorchester, die Zagreber Philharmoniker, die Capella Istropolitana, die Polnische Kammerphilharmonie, das Litauische und das Georgische Kammerorchester, die Camerata Zürich sowie die London Soloists und viele andere.

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk entstanden Aufnahmen mit Werken von Ysaye, Grieg, Ravel, Bartók, Tschaikowsky, Bazzini und Frolov. Mit den Bamberger Symphonikern nahm Nicolas Koeckert das Violinkonzert von Szymanowski auf. Eine bei Naxos aufgelegte CD mit Kreisler-Transkriptionen von russisch-slawischen Werken erhielt 2004 eine Auszeichnung als CD der Woche.

Stand Juni 2006

Mehr Informationen: www.nicolaskoeckert.com