NICHOLAS MICHALAKIS – Dirigent

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Nicholas Michalakis (geboren 1960 in Athen) zeigte bereits als Kind seine musikalische und kompositorische Begabung. Er erhielt Privatunterricht im Fach Klavier und in der Musik-Theorie bevor er 1972 auf das Hellenische Konservatorium in Athen aufgenommen wurde. Dort entstanden bald seine ersten Kompositionen einschliesslich Werke für ein großes Orchester und dort entwickelte er auch sein Interesse für das Dirigieren. Im Sommer 1976 besuchte er ein Dirigier-Kurs in Salzburg und im Sommer 1977 nahm er an einem Dirigier-Kurs an der Harvard Universität teil. 1978 absolvierte er das Gymnasium und gleichzeitig auch das Konservatorium, wo ihm der erste Preis fürs Dirigieren verliehen wurde. Vom 1978 bis 1984 studierte er in Fächern Dirigieren, Komposition und Klavier an der Universität in Chicago und an der Musikhochschule in Graz. In der Zeit in Österreich hatte er die Möglichkeit, Proben, Aufnahme-Sitzungen und Vorstellungen von Herbert von Karajan und Karl Böhm in Wien und Salzburg zu besuchen – für ihn eine enorme Inspirationsquelle.

Nicholas Michalakis gewann den 1. Preis beim Internationalen Dirigenten Wettbewerb an der Royal Academy of Music, wo er sein Aufbaustudium absolvierte, zu dem nur 3 Dirigenten pro Jahr zugelassen wurden. Von der Alexander S. Onassis Public Benefit Foundation erhielt er ein Stipendium für ein weiteres Studium an der Royal Academy of Music in London. Anschliessend arbeitete er mit verschiedenen symphonischen Orchestern, Ensembles für moderne Musik sowie in den Opernhäusern hauptsächlich in Europa und hat sich ein umfangreiches symphonisches sowie Opern-Repertoire aufgebaut.

michalakis3Im Februar 1994 begann Nicholas Michalakis eine Zusammenarbeit mit dem Philharmonia Orchestra London. Mit diesem Orchester verbinden ihn zahlreiche Dirigate in der Zeit vom 1994 bis 1998 – u.a. Engagements in der damals neugebauten Konzerthalle Megaron in Athen, merhmals in der Royal Festival Hall und an vielen weiteren wichtigen Bühnen und dabei kamen u.a. folgende Werke zur Aufführung: Symphonie Nr. 4 von Gustav Mahler, Strawinsky´s Feuervogel (komplett), das 3. Klavierkonzert von Bartók, Beethoven’s Violinkonzert, Richard Strauss‘ Also Sprach Zarathustra und Don Juan, Brahms‘ 4. Symphonie, Schumann´s Klavierkonzert, Dvořák‘ 8. Symphonie u.w. Die Solisten dabei waren u.a. Nikolai Demidenko, Yvonne Kenny, Tasmin Little and Peter Donohoe. Im Februar 2000 begann seine Zusammenarbeit mit dem Royal Philharmonic Orchestra, mit dem er u.a. die Alpensymphonie von Richard Strauss eingespielt hat – eines der beeindruckendsten Werke des klassischen Repertoires.

Im September 2004 debütierte Nicholas Michalakis in der Berliner Philharmonie, wo er eine konzertante Aufführung von Richard Strauss´Oper Elektra mit der Robert Schumann Philharmonie dirigierte. Die Solisten waren Eva Johansson, Nancy Gustafson, Wolfgang Schöne, Hanna Schwarz und Siegfried Jerusalem. Eine neue Produktion von Elektra ist zur Zeit für eine CD-Aufnahme sowie für Aufführungen in Athen und New York in Plannung.